TMS

TMS-Lernplan erstellen

Lernplan-Erstellung für den TMS  – der Grundstein für einen erfolgreichen Medizinertest

Du sitzt vor einem kleinen Berg an frisch ausgepackten, neuen Vorbereitungsbüchern. Hunderte von Aufgaben warten nur darauf von dir gelöst zu werden – und du fragst dich: „Wie, wo, wann, in welcher Reihenfolge, womit, wie lang und überhaupt…?!“ Zumindest ging es mir damals so.

Wir helfen dir hier bei deiner individuellen Lernplan-Erstellung. So behältst du bei deiner Medizinertest-Vorbereitung den Überblick und bildest eine gute Basis für dein Traum-Ergebnis.

 

Du interessierst dich für einen MedAT-Lernplan? Am Seitenende findest du Tipps speziell für die MedAT-Vorbereitung! Bei beiden Lernplänen gibt es aber viele Überschneidungen. Lies dir daher auch die Tipps zum TMS Lernplan durch.

 

TMS-Lernplan: Die ersten vier Schritte

Step 1: TMS-Termine und Fristen eintragen

Schnapp dir einen übersichtlichen Kalender und trage erstmal das Wichtigste ein: den Testtag. So hast du dein Ziel vor Augen und kannst mit der Erstellung deines Lernplans beginnen. Auch Fristen und wichtige private Termine oder Urlaub, also grundsätzlich Tage, an denen du sicher nicht lernen kannst, packst du mit rein. Denn den Überblick zu behalten, ist das A und O.

Step 2: Dein persönliches Zeitkontingent

Viele googlen im Internet für ihre TMS-Vorbereitung einfach nach „TMS-Lernplan“ und übernehmen das erste vorgeschlagene PDF eins zu eins. Doch das ist der falsche Weg, denn ein Lernplan ist extrem individuell. Der Lernplan von Schülern*innen, die nebenbei ihr Abitur machen, wird nicht so aussehen, wie der von jemandem, der seine volle Zeit in die Vorbereitung investieren kann und auch nicht, wie der von jemandem, der Vollzeit arbeitet und einen Haushalt mit Kindern schmeißen muss. Deshalb dient unser Lernplan nur als Orientierung. Du kannst und solltest ihn beliebig an deine Kapazitäten anpassen.

Nun musst du dich fragen: Wie viel Zeit kann ich pro Woche investieren? Dein Lernplan sollte realistisch und nicht hyperambitioniert sein! Denn sonst wirst du enttäuscht und völlig erschöpft nach einigen Tagen feststellen, dass täglich 8 Stunden Vorbereitung nicht möglich sind. Also, sei ehrlich zu dir selbst! Schätze realistisch, wie viel Zeit du wöchentlich in deine Vorbereitung investieren kannst. Und daraus ergibt sich auch der Step Nummer drei.

Step 3: Wann beginne ich mit meiner TMS-Vorbereitung?

Wenn du weißt, wie viel Zeit dir für die TMS-Vorbereitung zur Verfügung steht, kannst du dir ausrechnen, wann du mit der Vorbereitung circa beginnen solltest. Unser Lernplan ist für 6 Wochen (TMS) bzw. 16 Wochen (MedAT) angesetzt. Wenn du im Alltag aber eher wenig Zeit hast, ist es empfehlenswert, früher anzufangen.

Step 4: Wie bereite ich mich vor?

Kurse, Bücher, Simulationen, Lerngruppen und, und, und. Die Möglichkeiten der Vorbereitung sind zahlreich und am Anfang fragt man sich nur: Wie, Wo, Was? Wir haben dir im Blogartikel „Wie kann ich mich auf den TMS vorbereiten?“ eine Übersicht über die unterschiedlichen Vorbereitungsmethoden zusammengestellt. Ich würde empfehlen, dir auf jeden Fall Vorbereitungsbücher zu kaufen. Denk daran, frühzeitig Material nachzubestellen, falls es dir in deiner Vorbereitung ausgeht. Es wäre ärgerlich, deine Vorbereitung für ein paar Tage auf Eis zu legen, weil deine Buchbestellung noch im Postlager liegt. Überlege dir außerdem, ob du einen Kurs absolvieren, ob du dich lieber alleine oder mit einem Lernpartner vorbereiten möchtest und weitere solcher grundlegenden Fragen.

Der TMS-Lernplan

1.     Die Erstanalyse

Für Wiederholer*innen: Bevor du dir konkret einen (neuen) Lernplan schreibst, analysiere, so gut es geht, dein altes Ergebnis. Anhand deiner Punkte / Prozentzahlen auf dem alten Ergebnisbogen kannst du zumindest – auch wenn es vielleicht einige Jährchen her ist – dir einen groben Überblick verschaffen, was gut lief und was nicht.
Versetze dich in deine damalige Vorbereitung und an den Testtag zurück. Was ist dir sehr schwergefallen? Was würdest du rückblickend anders machen, welche Fehler vermeiden?

Ziel ist dabei nicht, dass du dann aufgrund von schlechten Erinnerungen oder Schwierigkeiten eines Untertests dich total verkopfst und „Angst“ vor diesem Untertest hast. Nein, durch die Analyse deiner Schwächen kannst du nun gezielt mit neuer Kraft und Motivation an ihnen arbeiten. Anschließend kannst du mit einer kompletten Testsimulation in den Lernplan starten.

Für Erstteilnehmer*innen: Die erste Analyse von Stärken und Schwächen, die Wiederholer*innen rückblickend machen, kannst du genauso gut in einer Erstsimulation machen. Das heißt, dass am allerersten Tag deines Lernplans zunächst eine komplette Simulation ansteht. Natürlich solltest du dich davor schon mit den Basics wie dem Testablauf des TMS bzw. MedAT, der Zeit und den Regeln für die Untertests beschäftigt haben. Doch tiefergehende Lösungsstrategien würde ich für diese erste Simulation weglassen. Du startest einfach mal ganz lässig rein. Die Testsimulation bereitest du dann in aller Ruhe am folgenden Tag nach. Lass dich auf keinen Fall demotivieren, wenn du nicht die erhoffte Punktzahl erreicht hast. Das ist für den ersten Durchgang völlig normal.

2.     TMS-Lernplan: Planung der kommenden Wochen

2.1  TMS-Vorbereitung

Beginne nun, dir die Aufgaben auf deine zur Verfügung stehenden Tage einzuteilen. Dabei solltest du die Untertests vom Vormittagsteil vorzugsweise auf den Vormittag legen, die des Nachmittagsteils vorzugsweise nachmittags.

Das hat neben der Gewöhnung an den Testablauf auch u.a. folgenden Sinn: Nehmen wir den letzten aller Untertests, „Diagramme und Tabellen“. Diesen Untertest wirst du am TMS um circa 15/16 Uhr, nach einem langen, hoch konzentrierten Vormittag bearbeiten müssen. Keiner hat dafür noch wirklich Energie. Wenn du „Diagramme und Tabellen“ immer schön ausgeruht um 11 Uhr übst, dann ist das absolut nicht testnah. Wenn du diesen Untertest übst, dann muss es nicht zwingend immer nachmittags sein, aber es sollte nicht in völlig ausgeruhtem Zustand sein. Untertests wie „Muster“ oder „Figuren und Fakten“, wo du am Testtag noch viel Energie hast, kannst du zum Beispiel auch nachmittags, nach einem erholsamen Mittagsschlaf machen. So, ich denke, du hast verstanden, worauf ich hinaus möchte. Bei einem Untertest wie „Quanti“, wo es um Verständnis geht, bietet es sich dennoch an, diesen auch mal als ersten am Vormittag anzugehen.

Teile dir nun die Untertests für die jeweiligen Tage ein. Ich würde dir raten, dich an einem Tagespensum von circa vier Stunden zu orientieren. Aber, wie gesagt, passe das an deine Kapazitäten an. Außerdem solltest du dich in der ersten Woche mit Büchern wie der Weißen Reihe von Stark, der offiziellen TMS-Info-Broschüre, über das Internet etc. in Lösungsstrategien einlesen und anfangs testen, welche sich am besten für dich eignet. Etwa drei Tage vor dem TMS-Testtag solltest du keine „Figuren und Fakten“ mehr machen und mindestens einen Tag vor dem Testtag keine Untertests mehr. Was sonst noch essenziell für deinen Lernplan ist, habe ich dir unten aufgelistet.

Was gehört außerdem in deinen TMS-Lernplan?

🧘🏻‍♂️  Puffer- und Pausentage: Wie beim Sport sind auch in der Medizinertest-Vorbereitung „rest days“ absolut wichtig. Kein Mensch kann jeden Tag, Woche für Woche lang, Kreuzchen um Kreuzchen setzen. Konzentration und Motivation gehen da irgendwann flöten. Plane deshalb in deinen Lernplan regelmäßig Tage ein, an denen du den Berg an Vorbereitungsunterlagen behutsam zu Seite schiebst und nicht an verdrillte Schläuche in Plexiglas-Boxen oder Allergiepässe denkst. Am besten ist natürlich, wenn du an solchen Tagen dann nicht den ganzen Tag am Laptop hängst, sondern Sport machst, an die frische Luft gehst oder Ähnliches. Dein Gehirn wird dir dafür sehr danken. Und deine Ergebnisse in den Untertests ebenfalls. Denn du wirst sehen, nach ein bis zwei Pausentagen, startest du wieder mit neuer Energie in die Untertests und du wirst bessere Ergebnisse erzielen.

📒   Nachbereitung: Grundsätzlich solltest du jeden Untertest, den du gemacht hast, auch nachbereiten. Das heißt, dass du neben der reinen Korrektur und Punktzahlermittlung zum Beispiel auch Fehlerquellen detektierst. Das ist für manche vielleicht sogar der mühsamere Teil, ist aber super, super wichtig! Schreibe dir zum Beispiel für jeden Untertest (vor allem bei Muster super umsetzbar) eine Liste von typischen Fehlern oder eine Liste, nach der du jeden Punkt zur Lösung einer Aufgabe Step by Step abarbeitest. Bei Quanti kannst du dir auch sehr gut zu jedem Aufgabentyp eine bestimmte Lösungsstrategie erarbeiten, nach der du dann immer vorgehst. Das erleichtert dir die Lösung deutlich! Diese Listen solltest du im Laufe der Vorbereitung dann stetig ergänzen.

🎀   Belohnung: Ebenso wichtig ist, dich regelmäßig zu belohnen. Das hält die Motivation aufrecht. Das muss nichts Großes sein, das kann ein schönes Bad sein, eine gemütliche Runde mit deinen Freunden oder ein leckeres selbst gekochtes Essen. In deinem Körper werden Glückshormone ausgeschüttet und deine Lernmotivation wird steigen. Wichtig: Belohne dich nicht nach dem Prinzip, es gibt nur eine Belohnung, wenn ich eine bestimmte Punktzahl erreicht habe.

📆   Tage für Reflexion, Fehleranalyse und Lernplan-Anpassung: Jeden Tag stur die Untertests, die auf deinem Lernplan stehen abzuarbeiten, ohne zu reflektieren, ohne mal nach links und rechts zu schauen, ist nicht die zielführendste Methode. Leg dir von vornherein Tage in deinen Lernplan fest, an denen du zum Beispiel schaust, welche Untertests bis jetzt gut liefen, wo es noch hakt, an welche Bearbeitungsmethoden du noch feilen kannst etc. Wenn ein Untertest beispielsweise besonders gut läuft, ein anderer gar nicht, dann passe deinen Lernplan dem eben an. Denn er ist kein starres Gerüst. Er sollte bei Bedarf geändert und angepasst werden. Diese Tage solltest du, wie oben schon erwähnt, von Anfang an einplanen. Wenn’s aber mal insgesamt gar nicht läuft, kannst du einen „Analyse-Reflexions-Tag“ auch mal spontan einbauen.

📌   Unsere Webinare: Nahezu jeden Sonntag halten wir kostenlose Webinare zu Themen wie Lösungsstrategien, Nachbereitung, Stressbewältigung und vielem mehr. Die genauen Termine posten wir in unsere Telegram-Gruppen sowie auf Instagram und Facebook. Der Zoom-Link ist ganz einfach hier auf unserer Homepage zu finden. Für diejenigen, die bei uns einen Kurs oder eine Simulation gebucht oder absolviert haben, gibt es noch eine Reihe an exklusiven Webinaren.

So, und nun viel Erfolg bei deiner Vorbereitung auf den Medizinertest und sei gespannt auf unsere Lernpläne zum Downloaden! 

Autorin: Sophie Meisen, Medizinstudentin und MedBooster-Bloggerin

Hier noch einige Tipps für einen MedAT-Lernplan:

Die Vorbereitung auf den BMS-Teil sowie „Kognitive Fähigkeiten und Fertigkeiten“ und „Sozial-emotionale Kompetenzen“ sollte parallel stattfinden. Um eine Übersicht über die Themen des BMS zu bekommen, solltest du dir unbedingt die Stichwortliste des VMC herunter laden. Anhand dieser kannst du dir überlegen, wie du möglichst sinnvoll Themen (aus unterschiedlichen Fächern) miteinander verknüpfen kannst, um ein tiefgreifendes Verständnis für diese zu entwickeln. Genau das hat Tobi in unserem MedAT-Lernplan getan.

Das heißt, du lernst zu Beginn ein Thema, wie in unserem Lernplan die menschliche Zelle, und lernst anschließend etwas zur Genetik, denn dieses Thema lässt sich gut mit den vor einigen Tagen gelernten Zellorganellen verknüpfen. Zellen wiederum bilden Gewebe und so gelangen wir zum Thema „Organe“. Du baust dir sozusagen Tag für Tag deine eigene „Wissens-Mind-Map“, der du täglich neues Wissen hinzufügst und mit dem bereits Gelernten verknüpfst.

Damit du das Ganze auch wirklich drauf hast, solltest du unbedingt „Full Recall“-Tage (zum Beispiel immer samstags) einbauen. Full Recall bedeutet ein AKTIVES Abrufen der gelernten BMS-Inhalte. Wichtig ist: aktiv! Passives Durchlesen nach dem Motto „ah ja, das hätte ich sicherlich irgendwie gewusst“ ist nicht zielführend. Aktiv heißt, dass du zum Beispiel von dir unter der Woche selbst erstellte Karteikarten beantwortest. Und auch hier nicht eine Karte nach der anderen schnell durchblättern, sondern die Antwort auf die Frage am besten laut aufsagen. So merkst du sehr schnell, ob du die Themen wirklich erklären kannst und verstanden hast oder ob du nur über passives Wissen verfügst. Außerdem solltest du die Full Recall Tage dazu nutzen, Wissenslücken zu detektieren und aufzufüllen. Durch diese wöchentlichen Wiederholungen sparst du dir das stressige Lernen kurz vor dem MedAT.

An Sonntagen solltest du dir auf jeden Fall Pausen gönnen und es langsam angehen. Hier ist eine Vorbereitung auf die folgende Woche in Sachen BMS vorteilhaft. Du kannst dir dann schonmal einen groben Überblick über die Themen der nächsten Woche verschaffen. Dabei geht es darum, ein Verständnis dafür zu entwickeln, in welcher Beziehung die einzelnen Themen zueinander stehen.

Beispiel: Erste Woche: Montag: Zellkern, Dienstag: Endoplasmatisches Retikulum, Mittwoch: Ribosom, Donnerstag: Golgi-Apparat, Freitag: Proteasom. Diese Organellen mögen alle unterschiedlich sein, doch stehen sie in einem besonderen Zusammenhang… welchen?

Was die Aufteilung pro Tag angeht, gilt das gleiche, wie oben im TMS-Teil beschrieben. Da im MedAT der BMS immer am Vormittag ist, solltest du die BMS-Einheiten möglichst immer vormittags machen, die Untertests aus dem Nachmittagsteil möglichst immer nachmittags. So gewöhnst du dich schonmal an den Ablauf des Testtages!
Was sonst noch essenziell für deinen Lernplan ist, habe ich dir jetzt aufgelistet.

Du willst dich auf den TMS oder MedAT vorbereiten?

Als Bildungsträger mit langjähriger Erfahrung in der MedAT-Vorbereitung unterstützen wir dich gerne bei der TMS-Vorbereitung mit Intensivkursen, Simulationen uvm. Hier findest du einen Überblick über das MedBooster-Kursangebot

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