Erfahrungsberichte TMS

Herbst TMS – Analyse des Testtages

Der Herbst-TMS 2022 ist nun geschafft und damit für viele ein weiterer Schritt in Richtung Medizinstudium.

Aber: Nach dem TMS ist vor dem TMS! Deshalb haben wir für deine optimale Vorbereitung eine Analyse vom Testtag gemacht und die diesjährigen Teilnehmer*innen gefragt, welche Änderungen und Neuerungen es gab.

Muster zuordnen

In diesem Untertest gibt es immer wieder Änderungen zu vorangegangenen Tests, vor allem wenn es darum geht, welche Art von Mustern abgebildet werden.

Laut den Teilnehmer*innen gab es im diesjährigen Herbst-TMS nur wenige medizinische Abbildungen, wie beispielsweise mikroskopische Aufnahmen. Die Abbildungen wurden wieder etwas abstrakter, außerdem traten vermehrt Bilder mit haar-, strich- oder buschartigen Strukturen auf, was den Schwierigkeitsgrad etwas erhöht. Auffällig war, dass die zu findenden Fehler gehäuft am Rand eines Bildes auftraten. Zudem handelte es sich vermehrt um hinzugefügte oder entfernte Strukturen. Dies sind daher zwei Merkmale, auf welche es sich lohnt, bei der Betrachtung einer Abbildung einen genaueren Blick zu werfen. Im Gegensatz dazu wurden die Fehlertypen “Randerweiterung” und “gedrehte Strukturen” in diesem TMS weniger erkannt.

Die Qualität des Drucks schien sehr hoch zu sein, wodurch der Fehler in einem Bild eindeutig identifiziert werden konnte.

Medizinisch-Naturwissenschaftliches Grundverständnis

In diesem Untertest gab es vergleichsweise wenig Änderungen zum Frühjahr und den Vorjahren.

In den einzelnen Texten kamen Themen vor, die ähnlich zu den früheren Medizinertests waren, wie beispielsweise Hormone, Stoffwechsel, Medikamente, Krankheiten und verschiedene Wechselwirkungen. Vereinzelt wurden auch andere Naturwissenschaften (Chemie und Physik) thematisiert.

Bisher erwies es sich als sinnvoll, Skizzen zu hormon- und stoffwechselbezogenen Fragen anzufertigen, weshalb wir dies auch weiterhin empfehlen.

Die Antworttypen betreffend lässt sich sagen, dass vermehrt Aussagen aufgelistet wurden, woraufhin in den Antwortmöglichkeiten Kombinationen dieser auf (Un-)Richtigkeit geprüft werden mussten. Trotz weniger Änderungen sollte auf eine angemessene Vorbereitung auf diesen Untertest nicht verzichtet werden, da hier regelmäßiges Üben vor allem zu einem verbesserten Zeitmanagement beitragen kann.

Schlauchfiguren

Dieser sehr beliebte Untertest wird häufig als eher leicht eingestuft, er sollte allerdings nicht unterschätzt werden.

Im Herbst-TMS gab es sowohl leere, als auch volle Würfel. Häufig wurden dabei eher dickere Schläuche verwendet.
Bei leeren Würfeln mit weniger Schläuchen gibt es natürlich auch weniger Anhaltspunkte. Gibt es allerdings viele Schläuche, so verliert man schnell den Überblick und möglicherweise ist es schwieriger, überhaupt Orientierungspunkte zu finden. Auffällig war, dass dieses Jahr ebenfalls einige Schlauchringe abgebildet wurden und vermehrt Kippbewegungen vorkamen.

Wir empfehlen dir, jegliche Art von Schlauchfiguren in deine Vorbereitung zu integrieren. Versuche, dich an unterschiedlichen Merkmalen (Schlaufen, Beschaffenheit der Schläuche, Schlauchenden…) zu orientieren. Insgesamt kann man nämlich vermuten, dass die Besonderheiten und Orientierungspunkte in den Würfeln weniger werden.

Quantitative und formale Probleme

Quanti, wer liebt es nicht? 😉
Dieser Untertest wurde schon immer als schwierig empfunden und bleibt es vermutlich auch zukünftig.

Wie schon im Frühjahr, ließ sich feststellen, dass vermehrt Aufgaben mit physikalischen Formeln Inhalt waren. Hierbei geht es in erster Linie um das Aufstellen und Umformen dieser Formeln, wobei insbesondere das Verstehen der Aufgabe von Bedeutung ist.

Aber genau dies wird offensichtlich zunehmend zur Herausforderung: Die Aufgaben sind schwerer zu verstehen und es ist anspruchsvoller, zunächst auf eine passende Herangehensweise zu kommen. Der Trend geht daher in die Richtung „Mehr denken als rechnen“, viele Aufgaben sind mit reiner Logik lösbar.

Aber lass dich nicht unterkriegen! Schaue dir die Aufgaben genau an. Häufig lassen sich ähnliche Muster erkennen. Du wirst merken, dass es dir mit der Zeit immer leichter fallen wird.

Natürlich durften auch die altbekannten Mischungs- und Proportionalitätsaufgaben nicht fehlen. Bei diesen Aufgabentypen ist das Grundprinzip in den meisten Fällen ähnlich. Hier eignen sich daher auch ältere Aufgaben für deine Vorbereitung.

Figuren lernen

Vor allem auch bei den Figuren konnte man in der Vergangenheit deutlich sehen, dass der Anspruch steigt. Die Figuren haben sich immer mehr zu Bällen entwickelt, die sich teilweise nur innerlich unterscheiden. Auch dieses Mal gab es ball- und birnenähnliche Figuren, welche äußerlich und innerlich schwer zu unterscheiden waren. Es bewährt sich die sog. Fenstermethode, bei der aufgrund der identischen äußeren Struktur nur die inneren Striche bzw. Flächen betrachtet werden. Ratsam ist auch das Verknüpfen der einzelnen Figuren zu einer Bildergeschichte.

Allerdings kamen auch “neue” Figuren vor, welche Quallen oder Tintenfischen ähnelten. Diese seien allerdings vergleichsweise gut zu unterscheiden gewesen.
Wir stellen also fest, es ist nicht in Stein gemeißelt, dass zukünftig nur noch Bälle als Figuren vorkommen. Versuche daher bei diesem Untertest verschiedene Figurentypen in deiner Vorbereitung zu nutzen.

Fakten lernen

Ähnlich wie die Figuren, wurden auch die Fakten zuletzt zunehmend als schwieriger empfunden. Zum Frühjahr gab es allerdings keine großen Änderungen.

So lässt sich feststellen, dass viele Fakten (Berufe, Eigenschaften und Erkrankungen) sich doppelten. Außerdem wurden erneut ausländische Namen verwendet. Das Alter wurde zwar aufsteigend sortiert, jedoch waren teilweise unregelmäßige Abstände zwischen den Altersgruppen (z.B. 29, 34, 54, 59, 69). Neben dem Alter musste man ebenfalls das Geschlecht wissen, um die Fragen in der Reproduktionsphase beantworten zu können. Es bleibt jedoch, dass die Namen innerhalb einer Altersgruppe einen gemeinsamen Bezug besitzen (z.B. Fischer, Angler, Ruderer).

Die Loci-Methode zum Lernen der Fakten basiert darauf, sich die Personen der Untergruppen in verschiedenen Räumen bildlich vorzustellen. In der Reproduktionsphase geht man gedanklich die Räume nacheinander ab. Da sich Bilder und vor allem auch “Kurioses” gut im Gedächtnis verankern, empfehlen wir dir, diese Methode anzuwenden und deiner Kreativität dabei freien Lauf zu lassen!

Textverständnis

Ähnlich wie bei „Medizinisch-naturwissenschaftlichem Grundverständnis“ gab es auch in diesem Untertest keine großen Änderungen.

Thematische Inhalte, welche auch schon in den vergangenen Jahren vermehrt vorkamen, waren unter anderem die Hormone, das Blutgruppensystem AB0, die Blutgerinnung oder die Nierenfunktion. Außerdem ließ sich auch hier feststellen, dass in den textbezogenen Fragen überwiegend Aussagen aufgestellt wurden, die zu bewerten waren.

Für ein effektives Durcharbeiten der Textverständnisse empfiehlt es sich generell, Skizzen anzufertigen, um einen Überblick zu gewinnen. Dies ist vor allem im Hinblick auf die genannten Themen noch immer eine wertvolle Herangehensweise.

Diagramme und Tabellen

Im letzten Untertest “Diagramme und Tabellen” blieb das Schwierigkeitsniveau laut unseren Umfragen ähnlich.

So wurden bekannte Diagrammtypen gezeigt, welche wie immer bunt durchmischt waren. Inhaltlich gibt es weiterhin sowohl medizinische Diagramme und Tabellen als auch nicht-medizinische. Mögliche andere Bereiche sind Wirtschaft, Industrie, Epidemiologie, Sozialwissenschaften, Lebensmittel etc. …

Insgesamt gab es, wie auch in den vergangenen Jahren, mehr Diagramme als Tabellen.

Schaue dir viele verschiedene Diagrammtypen in deiner Vorbereitung an, so wird die Wahrscheinlichkeit verringert, dass du im TMS auf Diagramme trifft, die du nie zuvor gesehen hast. Es erleichtert dir möglicherweise ein schnelleres Verständnis.

Fazit:

Zusammengefasst scheint es, dass der Schwierigkeitsgrad des TMS weiterhin steigt.

Wenig Änderungen und Neuerungen traten in den textaufgabenbezogenen Untertests “medizinisch-naturwissenschaftliches Grundverständnis” und “Textverständnis”, aber auch in dem Untertest “Diagramme und Tabellen” auf. Es wurden im Vergleich zu den anderen Jahren ähnliche inhaltliche Schwerpunkte gesetzt, sodass die Vorbereitung mit herkömmlichen Texten weiterhin angemessen ist.

Vor allem die Untertests “Muster zuordnen”, “Schlauchfiguren”, “Figuren lernen” und “Fakten lernen” werden zunehmend anspruchsvoller. Um sich effektiv auf den TMS vorzubereiten, empfiehlt sich insbesondere der Fokus auf schwierigen Aufgaben und das Anwenden spezieller Strategien.

Jedoch bedeutet dies nicht, dass ein gutes TMS-Ergebnis nicht mehr erreicht werden kann. Mit den richtigen Methoden und einer angepassten Vorbereitung kann es jeder schaffen. Gerne unterstützen wir dich dabei!

Autorin: Olivia Rauch, Medizinstudentin und MedBooster-Bloggerin

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