Teamleitung MedAT, E-Learning-Management, TMS- & MedAT-Tutor

Dr. med. univ. Felix Segger

Medizinische Universität Wien

Mit Herz und Verstand zum Mediziner.
Das ist meine Prämisse der ersten Stunde. Und deshalb stehe ich auch immer noch am liebsten mit euch im Kurs – auf dem Weg zu einem besseren Selbstverständnis und guten Testergebnissen.

Kurzvorstellung

Felix studierte Humanmedizin und Psychologie. Inzwischen arbeitet er als approbierter Psychiater in München. Seit 2009 bereitet er angehende Studentinnen und Studenten auf TMS und MedAT in Deutschland und Österreich vor. 2014 rief er zusammen mit Anke Ruf und Tobias Danz MedBooster ins Leben und ist als wissenschaftlicher Berater und Koordinator sowie für die Teamleitung im Bereich MedAT zuständig. Weiterhin ist er Autor der beiden vom STARK-Verlag publizierten TMS-Vorbereitungsbücher „Medizinertest – Testaufgaben mit Lösungen“ und „Training TMS – Der Medizinertest“.

Interview mit Dr. med. univ. Felix Segger​

MB: Hallo Felix, kannst Du Dich unseren Teilnehmerinnen und Teilnehmern kurz vorstellen?

Ja, gerne. Ich heiße Felix, bin 30 Jahre alt und von Anfang an bei MedBooster mit dabei.
2006 habe ich begonnen, Psychologie in Wien zu studieren - weil mich alles rund um den Menschen, die Naturwissenschaften, Psychologie, Philosophie, Ethik und die Medizin interessiert hat. Leider habe ich relativ schnell gemerkt, dass mir das Studium zwar Spaß macht, aber eben auch gerade die Naturwissenschaften zu kurz gekommen sind, so dass ich mich 2008 für Medizin beworben habe und dann über den Aufnahmetest, der damals fast identisch mit dem heutigen TMS war, einen Studienplatz bekommen habe.
Nach dem Studium habe ich die Facharztausbildung für Psychiatrie und Psychotherapie begonnen und bin zurzeit an der Universitätsklinik der LMU-München beschäftigt.
Ansonsten halte ich mir für einen humorvollen, freundlichen und unkomplizierten Menschen, der schnell von den verschiedensten Dingen und Menschen auf dieser Welt begeistert ist und am liebsten alles gleichzeitig tun würde. Außerdem bewege ich mich gerne und schraube in meiner Freizeit an meinem alten Auto.

MB: Seit wann bereitest Du Bewerberinnen und Bewerber auf das Medizinstudium vor?

Ich habe 2008 selbst an der Aufnahmeprüfung für Medizin in Wien, damals noch dem EMS, teilgenommen und bereits im folgenden Jahr begonnen, meine Erfahrungen und Tipps zum Test weiterzugeben. Zunächst als Dozent bei einem großen Institut, dann 2011-2014 selbstständig und nun, seit 2014 bei MedBreaker.

MB: Wieso hast Du Dich für diesen Job entschieden?

Für mich verbindet dieser Job viele verschiedene Aspekte, die für mich von Bedeutung sind. Vor allem, weil ich auch an der Uni schon viel als Tutor gearbeitet habe, macht mir die Lehre sehr viel Spaß. Mit motivierten jungen Menschen und unterschiedlichen Charakteren und Lerntypen die Inhalte des TMS so zu erarbeiten, dass es zum einen Spaß macht, aber man gleichzeitig optimal vorbereitet und mit einem guten Gefühl am Testtag sein bestes geben kann, ist eine schöne Herausforderung.
Zusätzlich finde ich, auch immer noch, die verschiedenen Aufgaben im TMS einfach super. Es hat häufig etwas von Knobelaufgaben - schnell einen Lösungsansatz finden, Zusammenhänge erkennen, unter Zeitdruck konzentriert arbeiten und plötzlich zwischen verschiedenen Aufgabentypen umschalten. Das macht mir auch heute immer noch Spaß! Deshalb erlebe ich es immer wieder als schöne Herausforderung, den Kurs Jahr für Jahr an die aktuellen Anforderungen des TMS anzupassen, neue Aufgaben zu entwickeln und die Bearbeitungsstrategien zu optimieren.

MB: Wie schätzt Du den TMS als Instrument zur Vergabe von Studienplätzen ein?

Ich persönlich bin ein Freund von solchen Auswahlverfahren. Das liegt einerseits daran, dass ich sie für deutlich objektiver und damit fairer und vergleichbarer halte als beispielsweise die Abiturnote, die sich systematisch durch Schulform, Leistungskurswahl und Bundesland stark unterscheidet. Und das sind für mich in diesem Zusammenhang besonders wichtige Kriterien. Auch deshalb halte ich sie deswegen besser geeignet als beispielsweise persönliche Auswahlgespräche oder andere häufig intransparente Verfahren.
Außerdem können und werden diese Tests, anders als die Abiturnote, kontinuierlich weiterentwickelt und bieten damit das Potential, auch in den nächsten Jahren noch besser, genauer und differenzierter zu messen und zu bewerten.

MB: Wie schätzt Du die Möglichkeiten ein, die persönlichen Chancen auf einen Studienplatz durch gezieltes Training über den TMS zu verbessern?

Die Möglichkeiten sind gewaltig. Mit einem guten TMS-Ergebnis kann man seinen Abiturschnitt rechnerisch für die Bewerbung um einen Studienplatz an einigen Universitäten um bis zu 0,8 verbessern. Beispielsweise von 2,0 auf 1,2. Der TMS selbst ist in seinem Aufbau hoch standardisiert und bietet aufgrund vieler typischer Aufgabenstellungen hohes Trainingspotential. Einige Untertests sind zwar besser und schneller trainierbar als andere, aber grundsätzlich kann man sich aufgrund der Tatsache, dass die Aufgabenstellungen in allen Untertests so genau bekannt sind und wir Erfahrungswerte der letzten 10 Jahre gesammelt haben, ganz konkret und gezielt vorbereiten und passende Strategien trainieren.
Für jeden Untertest ins Detail zu gehen, würde den Rahmen sprengen, aber zum Beispiel bei den „Quantitativen und formalen Problemen“ kommen eigentlich immer wieder Mischungsaufgaben vor oder es sind komplexe Formeln umzuformen. Es liegt also auf der Hand, diese und andere häufige Aufgabentypen so zu üben, dass man sie auch bei geringfügig anderen Aufgabenstellungen schnell und sicher lösen kann. Inhaltlich anders, aber grundsätzlich ähnlich sieht es bei allen anderen Untertests auch aus.

MB: Wo siehst Du Deine persönlichen Stärken als Dozent - worauf können sich Deine Seminarteilnehmer freuen?

Eigenlob stinkt ;). Mir macht es einfach wahnsinnig viel Spaß, in den Seminaren zu unterrichten - und ich glaube das merkt man. Ich bin einfach ein lustiger Typ und gestalte die einzelnen Module abwechslungsreich. Ich versuche auch, so oft es geht Bezüge zum Studium zu finden, so den Inhalten einen Sinn zu geben und auch die Teilnehmer immer wieder damit zu motivieren, ihr Ziel zu verfolgen - Medizin zu studieren.

MB: Welche Module des TMS unterrichtest Du am liebsten?

Hm, das ist schwierig. „Textverständnis“ finde ich super. Theoretisch steht hier alles, was man zum Beantworten der Fragen braucht, vor einem, aber man muss teilweise komplexe medizinische Zusammenhänge erkennen und richtige von falschen Aussagen unterscheiden. Ähnlich ist es bei den „Quantitativen & formalen Problemen“. Hier macht es mir jedes mal wieder Spaß, bei neuen Aufgaben möglichst schnell einen cleveren Lösungsweg zu finden und um einzelne Formulierungen zu feilschen. Aber auch den Konzentrationstest finde ich persönlich super. Eigentlich eine ganz einfache Aufgabe, aber wenn man sie genau betrachtet, bietet sie ungemein viel Analyse- und Trainingspotential.

MB: Wir bedanken uns für dieses Interview und wünschen Dir und den Teilnehmern viel Erfolg und Spaß in Deinen nächsten Seminaren!