MedAT

MedAT-Simulation: Vor- und Nachbereitung

Für eine effiziente MedAT-Testsimulation ist eine gute Vor- und Nachbereitung sehr wichtig!

Der MedAT 2022 naht. In der MedAT-Vorbereitung gibt es verschiedene Stationen, Methoden und Hindernisse, die allen Studienwerber*innen begegnen. Eine dieser Stationen sind die MedAT-Simulationen. Bei einer Simulation wird meistens der gesamte MedAT einmal durchgespielt. Für eine effektive Testsimulation braucht es qualitativ hochwertige, testnahe Aufgaben, eine realistische Umgebung – und eine gute Vor- und Nachbereitung. Auf diese Weise bieten Simulationen eine perfekte Übungsmöglichkeit, weil man unter möglichst realistischen Bedingungen arbeiten und seinen Wissensstand überprüfen kann. 

Aber wie macht man eine MedAT-Simulation überhaupt richtig? Wie oft und wo? Was passiert danach? Und wie bereite ich diese richtig vor bzw. nach? Diese Fragen versuchen wir in diesem Blogartikel zu klären.

Wann soll ich eine MedAT-Simulation machen?

Das Wichtigste vorweg: Eine Simulation sollte man nicht erst machen, wenn man „alles“ fertig gelernt hat. Ideal ist es, die Simulationen gleichmäßig während der Vorbereitungszeit zu verteilen. Je nachdem, wie lange die Vorbereitung dauert, kann man diese beispielsweise einmal pro Monat, alle zwei Wochen oder öfter absolvieren. Auch zu  Beginn der Vorbereitung sind Simulationen sinnvoll, denn nur dadurch kannst du deinen den eigenen Wissensstand einschätzen, Schwächen und Stärken erkennen und einen Überblick über den abgefragten Lernstoff gewinnen.

Wie viele MedAT-Simulationen sollte man machen?

Grundsätzlich ist die Anzahl der MedAT-Simulationen, die man macht, jeder und jedem selbst überlassen. Trotzdem muss man sagen, dass Simulationen, die Chance auf einen Studienplatz signifikant erhöhen, weswegen wir empfehlen, sechs bis acht Simulationen während der Vorbereitung zu absolvieren. Mindestens eine dieser Simulationen sollte auch vor Ort in einer größeren Gruppe stattfinden. Eine Simulation vor Ort ist noch realistischer, weil man außerhalb der eigenen Komfortzone, mit einer gewissen Geräuschkulisse und mit mehr Druck durch die anderen Teilnehmer*innen arbeiten muss. Wenn du dich für eine MedAT-Simulation unter Realbedingungen interessierst, schau gerne einmal hier vorbei:  www.medbooster.de/medat/?kurstyp=simulation 

Was ist, wenn ich weniger Zeit habe?

Wenn zu wenig Zeit für eine komplette Testsimulation da ist, kann man einzelne Testteile üben oder nur den BMS-Teil beziehungsweise den kognitiven Teil des MedAT angehen. Hierbei ist es sinnvoll, die persönlichen Stärken und Schwächen zu analysieren und seine Zeit auf das Kompensieren der Schwächen zu fokussieren.

Neben der Simulation solltest du auch die Inhalte, die du für den BMS-Teil lernst durch das Kreuzen von themenbezogenen Fragen vertiefen . Dadurch bekommst du direkt Rückmeldung darüber, wie gut du ein Thema des BMS-Teils gelernt hast und kannst gegebenenfalls nachjustieren, wenn du beim Üben Probleme hast. Wenn du die einzelnen Untertests des kognitiven Teils trainierst, solltest du außerdem darauf achten, dass du den Untertest Gedächtnis und Merkfähigkeit konsequent in Verbindung mit Zahlenfolgen und Wortflüssigkeit trainierst. Denn im Ernstfall musst du diese beiden Untertests ebenfalls zwischen Lern- und Prüfphase von Gedächtnis und Merkfähigkeit absolvieren.  

Für einen besseren Überblick kann es dabei helfen, immer an bestimmten Tagen bestimmte Untertests zu trainieren. Dabei ist es aber wichtig, trotzdem realistische Bedingungen zu schaffen und die Aufgaben danach auszuwerten und nachzubereiten. Für Simulationen, ob komplett oder nur von einzelnen Teilen, bedarf es deswegen einer guten Vor- und Nachbereitung.

Vorbereitung einer MedAT-Simulation

Der erste Schritt in der Vorbereitung für Simulationen ist die Planung. In deinem Lernplan solltest du dir schon im Voraus Zeit für die Übungseinheiten blockieren, sodass du andere Lernmethoden an anderen Tagen einplanen kannst. So arbeitet man effektiver und motivierter. Um die richtige Zeit einplanen zu können, muss man natürlich wissen, wie lange die einzelnen Testteile dauern. Alle Zeitangaben und die Inhalte der einzelnen Untertests findest du in unserem Blogartikel zu den MedAT-Untertests

Wenn du dann weißt, wie lange du dir für einen Untertest Zeit nehmen darfst, solltest du dir einen Timer stellen. In Innsbruck und in Wien kann man während dem Test nur die aktuelle Uhrzeit, aber nicht die verbleibende Zeit für den jeweiligen Testteil sehen. In Graz und Linz hingegen gibt es einen Countdown, der immer eingeblendet wird. Je nachdem an welchem Standort du den Test machst, solltest du mit diesen Gegebenheiten auch schon in der Vorbereitung üben.

Da es in der Testhalle meist nicht komplett still ist, solltest du außerdem mit Hintergrundgeräuschen üben. Dazu gibt es einige Videos auf YouTube oder Angebote auf Spotify, die du über Lautsprecher während der Übung abspielen kannst.

Zusätzlich solltest du dir, wenn er nicht bei der Simulation ohnehin dabei ist, einen Antwortbogen zurechtlegen. Beim MedAT musst du auch alle Antworten auf einen Antwortbogen übertragen. Weil man auch dafür ein wenig Zeit braucht, sollte man für besonders realistische Bedingungen auch diesen Schritt während einer Übungssimulation nicht außer Acht lassen.

Nachbereitung einer MedAT-Simulation

Wenn man mit der Testsimulation fertig ist, beginnt der (neben der Simulation selbst) womöglich wichtigste Teil: Die Nachbereitung. Der erste Schritt hierbei ist die richtige Auswertung der MedAT-Testsimulation. Dazu musst du zuerst die Lösungen der Aufgaben heranziehen und sie mit deinen Antworten vergleichen. Wenn du eine ganze Simulation absolviert hast, kannst du die gezählten Punkte dann 👉  in unseren Ergebnisrechner 👈  eingeben, um eine Auswertung zu bekommen.

1. Nachbereitung des „Basiskenntnistests Medizinische Studien“ (BMS)
Wenn alle Aufgaben ausgewertet sind, geht es an die erste Analyse der falsch beantworteten Fragen. Beim Durchschauen dieser solltest du dir ansehen, welche Themen dir besonders schwerfallen. Außerdem kannst du dich fragen, ob dir eine Antwort nur bei der Simulation nicht eingefallen ist, oder das Thema komplett neu für dich war. Waren die Fehler, die dir passiert sind, Leichtsinnsfehler, hattest du zu wenig Zeit oder warst du heute einfach in einer schlechten Verfassung? Je nachdem, welche Muster du in dieser ersten Analyse erkennst, kannst du deine kommenden Lerneinheiten auf die Erkenntnisse anpassen. Ist Zeit dein Problem, kannst du daran arbeiten schneller zu werden, schneller zu lesen, oder weniger an deinen Antworten zu zweifeln. Wenn du in einer nicht so guten Verfassung warst, kannst du vielleicht deine Ernährung, oder dein Umfeld vor der Simulation ändern, um bessere Ergebnisse zu erzielen.

Nach dieser ersten Analyse solltest du dir nochmal ansehen, wie schwerwiegend die Fehler waren, die du gemacht hast. Im MedAT gibt es viele Fragen, die Grundwissen abfragen und relativ einfach sind. Diese Fragen werden von fast allen Teilnehmenden richtig beantwortet, weswegen du Defizite in diesen Bereichen unbedingt angehen solltest. Immer wieder gibt es aber auch Fragen im BMS, die einfach sehr gemein gestellt sind oder Detailwissen abfragen. Fehler, die du bei solchen Fragen gemacht hast, sind nicht ganz so schwerwiegend. Wenn dir also bestimmtes Detailwissen fehlt, solltest du diese Themen nur angehen, wenn du die Basics schon gut kannst und genügend Zeit dafür hast.

2. Nachbereitung Textverständnis
Nach dem BMS-Teil kommt vor der Mittagspause noch Textverständnis dran. Wenn dir während diesem Testteil schon der Magen knurrt, solltest du unbedingt etwas Kleines essen. Hunger ist ein Zeichen für einen niedrigen Blutzuckerspiegel und der hat wiederum eine schlechtere Konzentrationsfähigkeit zur Folge. Wenn der Hunger dann nicht mehr dein Problem ist, solltest du dich fragen, welche anderen Gründe es für deine falschen Antworten gibt. Dazu kannst du den Text noch einmal heranziehen und nach der richtigen Antwort suchen, um genau nachvollziehen zu können, warum du keine Punkte bekommen hast. Vor allem im Untertest Textverständnis ist Zeit oft der größte Feind. Wenn Zeit für dich ein großes Problem ist, kannst du trainieren schneller zu lesen, schneller komplexe Inhalte zu verstehen oder dich schneller für Antworten zu entscheiden.

3. Nachbereitung im Teil „Kognitive Fähigkeiten und Fertigkeiten“ (KFF)
Neben dem BMS ist der KFF mit 40% Anteil am Gesamtergebnis einer der beiden großen Bausteine des MedAT. Wenn du hier viele Punkte erzielst, hast du gute Chancen auf einen Studienplatz. Deswegen solltest du hier ebenfalls viel Zeit in die Nachbereitung stecken. Die Aufgaben aus Zahlenfolgen, Wortflüssigkeit, Implikationen erkennen und Figuren zusammensetzen kannst du nach der Simulation noch einmal ganz ohne Zeitdruck angehen. Wenn du selbst auf die Antworten kommst, hast du größten Lerneffekt. Das kann unter Umständen auch eine Weile dauern und ist teilweise richtig frustrierend – der Lerneffekt ist aber gerade bei diesen kniffligen Aufgaben besonders hoch, wenn du sie selbst löst.  Wenn du besonders große Defizite in einzelnen Testteilen erkennen kannst, solltest du eventuell deine Strategie noch einmal überdenken und in diesem Untertest etwas Neues ausprobieren. 

4. Gedächtnis und Merkfähigkeit
Der Untertest Gedächtnis und Merkfähigkeit macht einen großen Teil im KFF aus, weil man hier bis zu 25 Punkte erreichen kann. Auch fällt dieser Test vielen Studienwerber*innen sehr schwer. Umso wichtiger ist es, diesen Testteil gut zu trainieren, um sich von den Mitbewerber*innen abzuheben. Wenn du in diesem Testteil noch unter 20 Punkten erreichst, solltest du deine Strategien überdenken. Vielleicht kennst du die Major- und die LOCI-Methode noch nicht. Sie sind für die meisten das Mittel der Wahl zum Lernen der Allergieausweise. Vielleicht können sie auch dir zu besseren Ergebnissen verhelfen.

Wenn du 20 oder mehr Punkte erreichst, bist du schon wirklich gut! Eventuell kannst du deine Techniken aber noch verfeinern und etwas schneller werden. Wenn du das Gefühl hast, dass eine bestimmte Punktemarke sich einfach nicht überschreiten lässt, kannst du nochmal zu den Grundlagen zurückkehren und hier konkrete Fehlerquellen ausmerzen.

5. Soziale und Emotionale Kompetenzen
Die letzten beiden Testteile sind für viele Studienbewerber*innen die absoluten Hassobjekte. Dies liegt vor allem daran, dass man sie nicht besonders gut trainieren kann. Vor allem beim „Emotionen erkennen“ hängt es sehr stark von den Aufgabenerstellenden ab, wie gut man abschneidet. Beim „Sozialen Entscheiden“ kannst du mit dem richtigen Schema allerdings relativ einfach 10 von 10 Punkten rausholen. Wie du dieses Schema richtig anwendest, lernst du in unseren MedAT-Vorbereitungskursen!

In der Nachbereitung kannst du dir  auch hier ansehen, wo deine Fehler liegen und versuchen Defizite so gut es geht zu kompensieren. Vor allem mit dem Untertest „Emotionen erkennen“ solltest du dich aber nicht zu lange herumplagen.

Wo gibt’s MedAT-Simulationen? 

Die besten Simulationen sind die, bei denen du unter Realbedingungen geprüft wirst. Das heißt, dass die Aufgaben in der Testsimulation dir völlig neu sind und die externen Rahmenbedingungen denen des MedAT entsprechen. In unseren Simulationen bieten wir dir genau das an: Testnahe Aufgaben werden ergänzt durch knallharte Testaufsichten, die von unserem MedAT Kursleiter*innen gestellt werden. Meistens sind diese aber ganz nett, außer, wenn ihr beim Figuren zusammensetzen Hilfsmittel benutzt! 😉

👉  Hier findest du die MedBooster MedAT-Simulationen:
www.medbooster.de/medat/?kurstyp=simulation einer

Was du tun kannst, wenn du Schwachpunkte bei dir entdeckt hast?

In den MedBooster-Kursen geben dir zu jedem noch so verhassten Untertest die richtige Lösungsstrategie mit. In kleinen Gruppen haben wir hier die Möglichkeit, dich intensiv zu betreuen, deine Stärken noch stärker zu machen und deine Schwächen anzugehen. Auch eine MedAT-Testsimulation mit anschließender Auswertung deines Ergebnisses und exklusiven Übungsaufgaben ist Teil des MedBooster-Kurses.

Die MedAT-Kurse findest du hier: 
https://www.medbooster.de/medat/

Autorin: Anna Schober, Medizinstudentin

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